Biogasanlage

Strom und Wärme durch die Vergärung von Hofdüngern und organischen Reststoffen

In der Schweiz fallen jährlich grosse Mengen an Hofdünger, Ernterückständen und weiteren organischen Reststoffen aus Industrie-, Gewerbebetrieben und Gemeinden an. Diese organischen Substanzen enthalten Energie und es existieren verschiedene Verfahren, um diese energetisch zu nutzen.

Die Vergärung bietet sich vor allem bei feuchter und energiereicher Biomasse an. Im Bereich der feuchten Biomasse ist in der Landwirtschaft das grösste energetische Potenzial vorhanden. Heute werden lediglich rund 3% des Hofdüngers der Vergärung zugeführt und energetisch genutzt. Würde diese Energie vermehrt zur Produktion von Strom und Wärme genutzt, könnten nicht nur die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien gesteigert, sondern auch fossile Brennstoffe eingespart und der Ausstoss des klimaschädlichen Gases Methan reduziert werden.

Ein weiterer Vorteil der landwirtschaftlichen Biogasanlagen ist, dass die vergorene Gülle im Vergleich zur konventionellen Gülle schneller wirksam und damit gezielter einsetzbar ist. Da bei der Vergärung nebst Strom und Wärme ein hochwertiger Dünger entsteht, welcher auf die Felder ausgebracht wird, entsteht im Gegensatz zu einer Kehrichtverbrennungsanlage oder einer Abwasserreinigungsanlage ein geschlossener Nährstoffkreislauf.

Weiterführende Informationen

Erfahren Sie, wie eine Biogasanlage im Detail funktioniert; finden Sie heraus, wo unsere Mitgliederanlagen liegen oder schlagen Sie die wichtigsten Kennnzahlen unseres Verbandes nach.

Michi Müller

Michael Müller
Eschlikon (TG)

«Dank dem Genossenschaftsgedanken profitieren alle Mitglieder direkt und in hohem Masse von der Arbeit von Vorstand und Geschäftsstelle.»