Biomasseboerse

Regionale Entsorgungslösungen für Industriebetriebe und Gemeinden mit kurzen Transportwegen

Die „Kleinkraftwerke“ der bäuerlichen Biogasanlagenbetreiber vergären einerseits Gülle vom eigenen Landwirtschaftsbetrieb und andererseits organische Nebenprodukte (Rasenschnitt, Küchenreste, Abfälle von Lebensmittelbetrieben und der Gastronomie etc.) aus der Umgebung.

Mit dem daraus gewonnenen Biogas wird eine sogenannte Wärme-Kraft-Kopplungsanlage betrieben, welche Wärme und Strom für den Betrieb produziert. Der produzierte Strom, welcher nicht für den Hilfsbetrieb der Biogasanlage benötigt wird, speist der Anlagenbetreiber ins örtliche Netz ein. Dieser steht dann als Ökostrom zur Verfügung.

Gesamtschweizerische Koordination von organischen Nebenprodukten zur Vergärung in landwirtschaftlichen Biogasanlagen

Ein einzelner Biogasanlagenbetreiber kann Industriebetrieben keine nachhaltige Entsorgungslösung anbieten, da der Anfall meistens saisonal anfällt und die Biologie einer einzelnen Anlage überfordert wäre. Aus diesem Grund betreibt die Genossenschaft eine Koordinationsstelle mit dem Ziel, Gesamtlösungen für Industriebetriebe und Gemeinden für organische Reststoffe anzubieten und die Materialien nach ökologischen Gesichtspunkten auf mehrere umliegende Biogasanlagen zu koordinieren.

Die Koordinationsstelle garantiert somit, dass Industriebetriebe und Gemeinden für die Entsorgung organischer Nebenprodukte eine ökologisch sinnvolle und nachhaltige regionale Lösung umsetzen können und darüber hinaus die lückenlose Rückverfolgbarkeit des Stoffflusses garantiert ist.

Peter Wyss

Peter Wyss
Ittigen (BE)

«Mit der Nutzung von Co-Substraten bei der Produktion von Ökostrom in landwirtschaftlichen Biogasanlagen können Nährstoffkreisläufe geschlossen werden.»