Medienmitteilung zum Ja zur Energiestrategie 2050

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Ökostrom Schweiz begrüsst Volksentscheid und übernimmt Verantwortung für die Energiezukunft

Ökostrom Schweiz begrüsst das klare Ja zur Energiestrategie 2050 und dankt der Bevölkerung für diesen weitsichtigen Entscheid. Die Genossenschaft erachtet die landwirtschaftlichen Biogasanlagen als tragenden Pfeiler der Energiezukunft in der Schweiz. Dies deshalb, weil landwirtschaftliche Biogasanlagen wahre Multitalente sind: Die Anlagen liefern nicht nur Biogas, Strom, Wärme und Kompost, sondern tragen auch zur Stabilität im Schweizer Übertragungsnetz bei und leistet einen grossen Beitrag zum Klimaschutz. Die Genossenschaft ist daher bereit, sich nach Kräften dafür einzusetzen, dass das grosse Potenzial erschlossen werden kann.

Die Genossenschaft Ökostrom Schweiz ist erleichtert, dass die mit enormen finanziellen Mitteln geführte, auf Angstmache basierende Nein-Kampagne nicht verfangen hat. Es ist ein weitsichtiger Entscheid des Souveräns, der die Energiezukunft nachhaltiger, effizienter und schweizerischer macht. Davon wird das ganze Land profitieren.

Biogasanlagen als tragender Pfeiler der Strategie

Im Rahmen der Energiestrategie 2050 sind die landwirtschaftlichen Biogasanlagen ein tragender Pfeiler, weil sie nicht nur Strom und Wärme produzieren sondern flexibel und nach Bedarf produzieren können und damit zur Stabilität im Schweizer Übertragungsnetz beitragen sowie per se Klimaschutzprojekte sind, das heisst grosse Mengen an klimaschädlichem Methan reduzieren.

Grosses Potenzial in der Landwirtschaft

Zurzeit sind einige landwirtschaftliche Biogasanlagen-Projekte auf der Warteliste. Für diese Anlagen haben sich die Realisierungschancen nach diesem Volksentscheid massiv erhöht. Ökostrom Schweiz, der Verband der landwirtschaftlichen Biogasanlagenbetreiber rechnet mit zusätzlich rund 60 Biogasanlagen. Das eigentliche Ausbaupotenzial ist enorm, werden doch heute lediglich knapp 4% des Hofdüngers energetisch genutzt.

Für die Zukunft gerüstet

Ökostrom Schweiz ist für die Energiezukunft sowie das im neuen Energiegesetz ab anfangs 2018 vorgesehene, neue Einspeisevergütungssystems bereit. Über Ihre Tochtergesellschaft Fleco Power bietet die Genossenschaft unabhängigen Energieproduzenten eine Gesamtlösung für die Vermarktung Ihres Stroms im neuen Einspeisevergütungssystem an, und dies für jede geförderte Anlage, unabhängig von Anlagengrösse und Technologie (Biomasse, Photovoltaik, Kleinwasserkraft und Wind). Fleco Power garantiert einerseits die bisherige Förderhöhe und ermöglicht zudem mit weiteren Dienstleistungen – wo sinnvoll – den Zugang zu zusätzlichen Ertragsmöglichkeiten für die Anlagenbetreiber, unabhängig, unkompliziert und produzentennah.

Mit dem schweizweit ersten Virtuellen Kraftwerk mit ausschliesslich neuen Erneuerbaren Energien bündelt Fleco Power schon heute über 90 Biomasse-, Photovoltaik- und Kleinwasserkraftanlagen mit einer Nennleistung von 30 Megawatt und ermöglicht so unabhängigen Energieproduzenten den Zugang zum Schweizer Regelenergiemarkt. Fleco Power bringt somit die Erfahrung und Kompetenz für die bestmögliche Vermarktung von dezentralen Anlagen im neuen Einspeisevergütungssystem mit.

Die landwirtschaftlichen Biogasanlagen (Mitgliedsanlagen von Ökostrom Schweiz), welche bereits heute am Netz sind, produzierten letztes Jahr (2016) mehr als 110 GWh Strom und rund 60 GWh genutzte Wärme.

 

Auskünfte und Bildmaterial:

Stefan Mutzner, Geschäftsführer, 056 444 24 96, stefan.mutzner@oekostromschweiz.ch

Andy Kollegger, Kommunikation, 079 408 15 55, andy.kollegger@oekostromschweiz.ch