Auf dem Bild sehen Sie v.l.n.r.: Michel Tobler (SEOD), Christine Gygax (Maire Courtételle), Alain Tissot (Regiogaz), David Eray (Président du Gouvernement jurassien et Ministre de l’Environnement), Diego Brait (EDJ), Ronan Bourse (Ökostrom Schweiz), Jean-Claude Finger (Commune de Courtételle), Hervé Cattin (EcoBioVal), Vincent Boillat (EcoBioVal).

Medienmitteilung

Landwirtschaftliches Biogas fürs Schweizer Gasnetz

Am Montag, 26. September 2022, feierte die EcoBioVal Sàrl in Courtemelon (JU) die Grundsteinlegung für ihre Biogasanlage, die direkt ins Gasnetz einspeisen wird. Die landwirtschaftliche Biogasanlage wird ihre Energie überwiegend aus Gülle, Mist und Grünabfällen erzeugen.

Die Nachfrage nach einheimisch produziertem Biogas ist im Zuge der geopolitischen Lage stark angestiegen. Die EcoBioVal startet also zur rechten Zeit mit dem Bau des Projekts beginnen. Ökostrom Schweiz, der Fachverband landwirtschaftliches Biogas, und EDJ (Energie du Jura) als Netzbetreiber haben das Gaseinspeise-Projekt begleitet und freuen sich, dass nun die Grundsteinlegung erfolgen kann.

 

Ab Ende 2023 in Betrieb

Die Anlage soll Ende 2023 in Betrieb gehen und jährlich etwa 8 GWh fossiles Erdgas ersetzen. Die Einspeisung in das Netz wird über EDJ erfolgen. Die Grünabfälle werden vom SEOD (Syndicat de gestion des déchets de Delémont et environs) gesammelt. Ökostrom Schweiz unterstützt EcoBioVal unter anderem bei der Vermarktung der Biogasproduktion und der damit verbundenen Klimaschutzleistungen. Die landwirtschaftliche Biogasanlage in Courtemelon ist die erste ihrer Art in der Westschweiz und ist bedeutend für die Dekarbonisierung des Kantons Jura.

 

Landwirtschaftliches Biogas hat Potenzial

Die Biogasanlage in Courtemelon hat Leuchtturmcharakter und ihrem Beispiel dürften in den kommenden Jahren einige Landwirte folgen. Die Landwirtschaft verfügt über das weitaus grösste noch ungenutzte Biomasse- und Energiepotenzial in der Schweiz. Würden wir dieses Potenzial ausschöpfen, könnten 10 – 15% der Gasimporte ersetzt werden. Hier zeigt EcoBioVal mit seinen Partnern Ökostrom Schweiz, EDJ (Energie du Jura) und SEOD den richtigen Weg auf.

 

Energiesicherheit und Klimaschutz kombiniert

Die Produktion von Biogas aus landwirtschaftlichen Substraten wie Gülle und Mist bietet den grossen Vorteil, dass durch die stofflich-energetische Verwertung dieser Stoffe in einem geschlossenen System Methanemissionen reduziert werden. Die bäuerliche Biogasproduktion trägt dadurch zusätzlich zur Reduktion von Treibhausgasen bei und stellt eine besonders nachhaltige Form der erneuerbaren Energiegewinnung dar.

 

 

Kurzporträt Ökostrom Schweiz: Ökostrom Schweiz ist der Fachverband der landwirtschaftlichen Biogasproduzenten. Seine über 150 Mitglieder sind Landwirte, die gleichzeitig auch Klima- und Energiewirte sind.  Sowohl im Rahmen der Energie-, als auch der Klimastrategie sind die landwirtschaftlichen Biogasanlagen tragende Pfeiler. Aus dem Bio-Methan kann erneuerbare Energie in drei Formen produziert werden: Strom und Wärme, Biogas-Brennstoff oder Biogas-Treibstoff. Dabei leisten Biogasanlagen einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz.

 

Kurzporträt EcoBioVal Sàrl: EcoBioVal Sàrl wird durch drei Landwirten aus der Region Delémont betrieben: Hervé Cattin, Thierry Chételat und Domaine de Courtemelon. Das Biogasanlagenprojekt wird seit Jahren entwickelt und in Courtemelon (JU) gebaut. Die Biogasanlage wird mit etwa 20 000 Tonnen Hofdünger und Grünabfällen gefüttert und soll 8 GWh Energie pro Jahr produzieren.

 

Kurzporträt Energie du Jura SA (EDJ) : Seit der Gründung im Jahr 1989 stellt EDJ den Anschluss an das überregionale Übertragungsnetz sicher und beliefert verschiedene jurassische Unternehmen und Gemeinden mit Erdgas/Biogas. EDJ positioniert sich als Kompetenzzentrum für Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Jura.

 

 

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