Medienmitteilung: Verbrennen vernichtet Nährstoffe

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Medienmitteilung

Verbrennung von Lebensmittel unterbricht wertvolle Nährstoffkreisläufe

Gemäss einer aktuellen Studie des Bundesamts für Umwelt BAFU fallen in der Schweiz in den Haushalten rund 1 Million Tonnen Lebensmittelabfälle an. Wenn Lebensmittelabfälle nicht von Menschen konsumiert werden, für welche sie produziert worden sind, so sollten sie zumindest anderweitig sinnvoll verwertet werden. Andernfalls gehen wertvolle Nährstoffe verloren. Bisher werden jedoch nur rund 170‘000 Tonnen der Lebensmittelabfälle gesammelt und zu Biogas und wertvollem Recyclingdünger verwertet. Ökostrom Schweiz warnt vor der Unterbrechung wertvoller Nährstoffkreisläufe und fordert, dass den sinnvollen Sekundärverwertungen (und insbesondere der Verwertung in den Biogasanlagen) mehr Beachtung geschenkt wird.

Gemäss einer aktuellen Studie des BAFU fallen in der Schweiz in den Haushalten rund 1 Million Tonnen Lebensmittelabfälle an. Nur rund 170‘000 Tonnen der Lebensmittelabfälle werden gesammelt und zu Recyclingdünger oder Biogas verwertet. Der grösste Anteil im Umfang von 480‘000 Tonnen, also knapp die Hälfte, landen im Kehricht und werden verbrannt. Hinzu kommen jährlich rund 225’000 Tonnen Lebensmittelverluste in Form von Ernterückständen oder Ernteausschüssen.

Verbrennung vernichtet Nährstoffe
Lebensmittel, die produziert, aber nicht konsumiert werden, verursachen unnötige CO2-Emissionen und es werden dabei auch unnötigerweise Land und Wasser verbraucht. Dies sind absurde Auswüchse unserer Wohlstandsgesellschaft. Werden diese Lebensmittel dann auch noch verbrannt, werden dem Boden zusätzlich auch noch wertvolle Nährstoffe entzogen. Natürliche Nährstoffkreisläufe werden unterbrochen. Das ist ein Problem, welches in der ganzen Food Waste-Thematik noch viel zu wenig beachtet wird; für die Landwirtschaft respektive den Boden hat es aber eine enorm hohe Bedeutung. Biogasanlagen leisten hier einen überaus wertvollen Beitrag, produzieren sie doch nebst Strom, Wärme oder Gas als Treibstoffe aus dem ihnen zugeführten organischen Reststoffen wertvollen Naturdünger und schliessen die Nährstoffkreisläufe.

Biogasanlagen als Teil der Lösung
Nebst der Klimaschutzleistung produzieren Biogasanlagen inländischen Strom, Brenn- oder Treibstoffe, welche vor Ort genutzt oder ins Netz eingespiesen werden können. Dies alles macht die Biogasanlagen zu wahren Multitalenten. Sie erbringen exakt diejenigen Leistungen, die von der Klima- und Energiepolitik verlangt werden. Damit dieses Potenzial vermehrt erschlossen werden kann, setzt sich Ökostrom Schweiz, der Verband der landwirtschaftlichen Biogasanlagen für rechtliche Rahmenbedingungen ein, welche auch künftig einen wirtschaftlichen Betrieb von Biogasanlagen ermöglichen. Bezüglich Reduktion von Food Waste ist der Verband der landwirtschaftlichen Biogasanlagenbetreiber der Meinung, dass nicht verwendete Nahrungsmittel auf keinen Fall verbrannt werden.

Sinnvolle Verwertungsoptionen
Organisationen wie Tischlein deck dich sorgen dafür, dass Lebensmittel gar nicht erst in den Abfall gelangen. Fallen dennoch Lebensmittelabfälle an, sollten diese entweder als Tierfutter oder dann stofflich-energetisch in Biogasanlagen verwertet werden. Wichtig dabei ist die konsequente Befreiung der Reststoffe vom Plastik.
Ansätze dem Food Waste entgegen zu wirken wären nebst der konsequenten und verpflichtenden Trennung der organischen Reststoffe in den privaten Haushalten auch die konsequente Sammlung und Trennung der abgelaufenen Produkte durch die Grossverteiler wie z.B. Coop, Migros usw. und der Zuführung in Biogasanlagen. Auch die Grossverteiler haben eine gesellschaftliche Verantwortung bezüglich Nachhaltigkeit und sollten diese in diesem Sinne auch wahrnehmen.

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Ökostrom Schweiz